In der Sozialpartnerschaft werden für unterschiedliche Interessen oder Konflikte gemeinsame, für die Wirtschaft wie das gesellschaftliche Zusammenleben wirksame Lösungen des sozialen Ausgleichs gesucht. Im engeren Sinne versteht man darunter das konstruktive Zusammenwirken von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, wie es etwa 2008 von der IG BCE und dem Bundesarbeitgeberverband Chemie in einer Sozialpartner-Vereinbarung über wesentliche Grundlagen für das Funktionieren einer sozialen Marktwirtschaft formuliert worden ist. Sie legt Leitlinien für verantwortliches Handeln der Tarifvertragsparteien fest. Dazu gehören unternehmerischer Erfolg, gute Arbeit, Qualifikation, faire Regeln der Globalisierung und eine Balance von Ökologie, Ökonomie und Sozialem.